Tennis­geschichte

Die Ursprünge des Tennisspiels

Der Ursprung des heutigen Tennisspiels führt uns vermutlich zurück ins 13. Jahrhundert in nordfranzösische Klosterhöfe. Nachfolgend wird die vermutliche Tennisgeschichte erzählt.

1. Tennisursprung in nordfranzösischen Klosterhöfen im 13. Jahrhundert

Im Hochmittelalter haben Mönche den Vorgänger des heutigen Tennisspiels „Jeu de Paume“ entwickelt. Es wurde mit einem Ball aus Kork oder Leder in den Innenhöfen der
Klöster, die als Tennisplätze dienten, gespielt.

Der Ball wurde entweder direkt mit der flachen Hand oder einem übergestreiften Handschuh geschlagen. Ein Tennisnetz wie wir es heute kennen gab es zu Beginn nicht, aber die Klosterwände wurden bespielt. So musste bspw. der Aufschlag zuerst auf ein abgeschrägtes Dach im Innenhof gespielt und von dort ins gegnerische Feld springen.

Wie heute durfte der Ball maximal einmal Aufspringen. Aus „Jeu de Paume“ („Handfläche“) wurde „Tenez“ („Fangt“) und schließlich „Tennis“. Damals spielten die Spieler mit weißer Kleidung. Diese Tradition wird bis heute in Wimbledon fortgesetzt, wo Tennisspielerinnen und -spieler lediglich in weißer Kleidung Tennis spielen dürfen. Daher wird Tennis auch heute noch häufig als „weißer Sport“ bezeichnet.

2. Verbreitung des Tennissports

Aus Nordfrankreich verbreitete sich das Spiel weiter bis nach Großbritannien. Die Beliebtheit nahm in der Bevölkerung sowohl beim Adel als auch beim normalen Bürger zu.

Das Spiel entwickelte sich ebenfalls weiter. So wurde auf Gummibälle umgestiegen, was dazu führte, dass auch auf schlechterem Untergrund draußen gespielt werden konnte.

Anfang des 14. Jahrhunderts wurden erste Tennisclubs mit Mitgliedern gegründet. Neben ersten Tennisturnieren wurde auch um Sous, Geld, gespielt. Jeder Punktgewinn brachte 15 Sous, was den Ursprung der heutigen Zählweise widerspiegelt. Es dauerte allerdings bis zum Ende des 15. Jahrhunderts bis mit Tennisschlägern aus Massivholz gespielt worden ist.

In Frankreich und Großbritannien entwickelte sich Tennis zum Volkssport, was zu immer mehr offenen und überdachten Spielplätzen, sogenannten Ballhäusern, geführt hatte. Auch an Universitäten wurden Spielplätze errichtet und mit Leidenschaft Tennis gespielt.

Im Glossar werden die wichtigsten Tennisbegriffe erläutert.

3. Entwicklung der Tennisausrüstung

Im 16. Jahrhundert wurden in Frankreich auch erstmalig Tennisschuhe beim Spielen getragen. Auch die Holzschläger entwickelten sich weiter. Aus einer Pergamentbespannung wurde eine Bespannung mit Darmsaiten.

Auch die Bälle entwickelten sich weiter. So wurden die Bälle gegen Ende des 16. Jahrhunderts erstmalig mit einem weißen Tuch überzogen. Der weiße Überzog wurde erst im 19. Jahrhundert durch den heute bekannten gelben Filz als Überzog abgelöst.

Die Tennisausrüstung entwickelt sich kontinuierlich weiter.

4. Rückgang der beliebten Sportart

Tennis erfreute sich nicht immer steigender Beliebtheit. Aufgrund von häufiger werdenden Glücksspiel und Wettbetrug ging das Interesse deutlich zurück.

Neben aufstrebenden Theaterbällen wurde der Niedergang des Tennissports aufgrund von zunehmenden Unruhen in Frankreich (französische Revolution um 1789) und England (Ausbruch des Bürgerkriegs um 1642) manifestiert. Viele Spielplätze mussten ihren Betrieb einstellen und wurden teilweise als Theater umfunktioniert.

5. Wimbledon als Wiederbelebung

Im Jahr 1877 wurde im „All England Lawn Tennis and Croquet Club“ das erste Tennisturnier in London im Stadtteil Wimbledon auf Rasen ausgetragen. Es wurde mit Tennisbällen aus elastischem Gummi nach dem Patent von Major Walter C. Wingfield und nach festgelegten Tennisregeln, die den heutigen sehr ähneln, gespielt.

Tennis wurde bei den olympischen Sommerspielen 1896 in Athen erstmalig olympisch. Nach Verwerfungen zwischen der International Tennis Federation (ITF) und dem olympischen Komitee wurde Tennis 1928 aus dem olympischen Programm gestrichen und erst wieder 1988 in Seoul als olympische Disziplin aufgenommen.

Seit Beginn der „Open Era“ 1968 haben professionelle Tennisspielerinnen und Tennisspieler aus der ganzen Welt die Möglichkeit an allen Turnieren teilzunehmen. Dies förderte gleichzeitig die Kommerzialisierung des Tennissports.

Auch heute wird das Tennisspiel und deren Regeln ständig weiterentwickelt. Neben neuen Zählweisen, wie z.B. dem Championstiebreak, werden auch kontinuierlich neue Tennisschläger herausgebracht.

Roger Federer hat mit seiner Spielästhetik, seiner Art und seinen Siegen das Tennisspiel in den letzten Jahrzehnten wie kein Zweiter geprägt. Roger Federer: Die Biografie* ist für jeden Tennisbegeisterten eine Pflichtlektüre.

Es bleibt spannend mitzuerleben wie sich die Tennisgeschichte in den nächsten Jahrzehnten weiterentwickeln wird.

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