Tennis lernen als Erwach­sener?

Ist es möglich Tennis im Alter zu lernen?

Tennis lernen als Erwachsener?

Oft werden wir gefragt: „Kann man mit 40 oder 50 noch Tennis lernen?“ und die Antwort ist immer eindeutig: Ja, Tennis kann in jedem Alter angefangen und gelernt werden. Daher keine falsche Bescheidenheit und es einfach mal ausprobieren. Und selbst wenn dich das Tennisfieber nicht packen sollte kannst du ja auch einfach wieder aufhören.

Wie Erwachsene am besten Tennis spielen anfangen haben wir bereits erläutert, aber um die richtige Erwartungshaltung für deine Tenniskarriere zu setzen haben wir nachfolgend häufige Fragen beantwortet. Tennis lernt man nicht über Nacht, aber wir wünschen trotzdem viel Spaß beim Tennis spielen, du wirst es nicht bereuen.

1. Wie lange dauert es Tennis zu lernen?

Grundsätzlich gibt es beim Tennis keinen Zeitpunkt, an dem du sagen kannst: Jetzt kann ich Tennis spielen. Auch die besten Tennisspieler unserer Zeit entwickeln sich stetig weiter und lernen täglich auf dem Tennisplatz dazu, denn ein Auslernen gibt es beim Tennis nicht.

 

Trotzdem gibt es natürlich Unterschiede bei den Lernfortschritten und das hängt natürlich von einer Vielzahl von Faktoren ab:

 

a) Vorerfahrung

Falls du früher bereits einen Tennisschläger in der Hand gehabt hast und erste Tennisbälle über das Netz geschlagen hast – auch im Kindesalter – ist es natürlich ein kleiner Vorteil gegenüber absoluten Tennisneulingen. Du kannst das Absprungverhalten der Bälle womöglich besser einschätzen, stehst vermutlich ein wenig besser beim Schlagen und dein Unterbewusstsein erinnert sich an die ein oder andere Schlagtechnik.

 

b) Ballgefühl

Ein entscheidender Faktor beim Tennis lernen ist das eigene Ballgefühl. Je ausgeprägter das Ballgefühl umso leichter wird es dir fallen Tennis zu lernen. Hast du bspw. bereits eine andere Rückschlagsportart, wie z.B. Tischtennis oder Badminton, gespielt sollte dir der Tenniseinstieg ein wenig leichter fallen.

 

Zum Jonglieren braucht man auch Ballgefühl und Jonglieren kann man trainieren. Das heißt, dass man das eigene Ballgefühl natürlich auch unabhängig vom Tennistraining stetig verbessern kann. Dies empfehlen wir übrigens auch Neueinsteigern mit Ballgefühl.

 

Hier findest du einige Übungen, die du auch ohne Trainer durchführen kannst.

 

c) Trainingsdisziplin

Zu Beginn der Tenniskarriere sind eigentlich alle Tennisanfänger sehr motiviert und erscheinen überpünktlich zum Trainingsbeginn, verabreden sich neben dem eigentlich Training zum Spielen und üben auch eigenständig Zuhause.

 

Mit der Zeit lässt allerdings bei vielen Tennisanfängern die Disziplin ein wenig nach. Damit besteht natürlich die Gefahr, dass die Mitspieler schnellere Fortschritte machen. Daher sollte man sich regelmäßig immer wieder klare Etappenziele im Tennis setzen, damit die Selbstdisziplin nicht nachlässt und der eigene Ehrgeiz kontinuierlich geweckt ist.

 

d) Kondition

Tennisspiele können auch mal länger als zwei Stunden dauern. Auf Tennisturnieren ist es auch üblich, dass mehrere Spiele an einem Tag stattfinden. Daher sollte eine gewisse Grundausdauer bzw. -kondition vorhanden sein, damit einem während des Tennismatch nicht die Puste ausgeht. Es ist sehr ärgerlich im 3. Satz in Führung liegend womöglich wegen einem Krampf aufgeben zu müssen und ein wichtiges Spiel zu verlieren.

 

e) Mentale Stärke

Tennisspiele werden häufig gar nicht über die bessere Schlagtechnik oder die bessere Kondition gewonnen, denn ab einem gewissen Niveau ist beides sehr ausgeprägt. Tennisspiele werden im Kopf gewonnen.

 

Bei Tennisanfängern ist es häufig zu beobachten, dass sie im Training sehr gute Schläge von der Grundlinie spielen. Aber sobald es ein offizielles Match ist werden sie nervös, produzieren viele unnötige Fehler ohne Not und verlieren leichtfertig das Spiel.

 

Bei den Tennisprofis wird häufig vom sogenannten Momentum für einen Spieler gesprochen, welches in einem Match allerdings häufig wechseln kann. Wer es schafft das Momentum in den wichtigen Momenten auf der eigenen Seite zu haben entscheidet das Tennisspiel vermehrt für sich.

2. Wie oft brauche ich Tennistraining die Woche?

Es gibt keine richtige oder falsche Anzahl an Tennistrainings pro Woche. Es ist jedoch sehr wichtig, dass du die vermittelten Punkte des Trainings bewusst aufnehmen und auch verarbeiten kannst.

 

Hierfür ist es wichtig, dass du ohne Wehwehchen ins Tennistraining kommst, da du ansonsten sehr abgelenkt bist. Dazu zählen natürlich Krankheiten, aber auch Muskelkater. Da insbesondere Tennisanfänger ggf. auch mal übermotiviert sind empfehlen wir bewusst tennisfreie Tage zur Regeneration einzuplanen und nicht 7x die Woche den Tennisschläger in der Hand zu haben.

 

Ein 20-jähriger Tennisanfänger regeneriert natürlich deutlich schneller als ein 50-jähriger Tennisanfänger – du musst deinen eigenen Rhythmus finden. Wir empfehlen zum Start 1-2 Stunden Tennistraining die Woche und 1-2x eigenständiges Tennisspielen mit Gleichgesinnten.

 

Langfristig ist das wohl die gesunde Mischung den Tennissport langfristig für sich zu gewinnen. Denn Tennisanfänger, die sich zu Beginn überspielen, hören häufig nach 1-2 Jahren auch wieder auf mit Tennis und das möchten wir doch unbedingt vermeiden.

3. Gibt es spezielle einen Anfängerkurs?

Der Großteil der Tennisvereine in Deutschland bieten über die eigenen Tennistrainer Anfängerkurse an. Die beste Möglichkeit Gleichgesinnte beim Start der eigenen Tenniskarriere zu finden ist zum Start der Sommersaison Mitte April.

 

Hierfür am besten einfach deinen lokalen Tennisclub über www.tennisforfriends.de finden, kontaktieren und nachfragen, welche Anfängerkurse angeboten werden.

 

Meistens gibt es die Möglichkeit ein sogenanntes Schnuppertraining zu absolvieren, um den Trainer und die Mitspieler einmal kennenzulernen bevor eine Entscheidung über die eigene Teilnahme getroffen werden muss.

 

Welche weitere Fragen am besten beim Finden eines Anfängerkurs gestellt werden sollten findest du hier.

4. Welche Tennisübungen helfen am Anfang?

Zum Erlernen der verschiedenen Schlagtechniken gibt es natürlich auch entsprechende Schlagübungen für Tennisanfänger. Grundsätzlich sollte mit den Grundschlägen Vorhand und Rückhand begonnen werden. Danach kann man zum Volley, Aufschlag und Schmetterball übergehen.

 

Detaillierte Informationen und spezielle Übungen je Schlag haben wir hier zusammengestellt.

 

Wichtig zu erwähnen ist, dass unbedingt die für die eigene Spielstärke geeigneten Tennisbälle zu benutzen sind. Mit den passenden Tennisbällen ist es möglich frühzeitig erfolgreich Ballwechsel zu spielen, was den Spaßfaktor und die Lust am Tennis enorm steigern.

 

Die falschen Tennisbälle können hingegen zu Frustration auf dem Tennisplatz führen und das möchten wir natürlich nicht.

5. Was kostet Tennis lernen als Erwachsener?

Tennis hat in Deutschland häufig noch den Ruf des Reichensports. Diese Zeiten sind jedoch längst überholt. Eine Vereinsmitgliedschaft ist z.B. mit einem Mitgliedsbeitrag im Fitnessstudio vergleichbar.

 

Eine Übersicht der einmaligen Tenniskosten zum Einstieg und der regelmäßigen Kosten haben wir mit einigen Annahmen hier berechnet. Festzuhalten ist, dass Tennis in verschiedenen Regionen auch unterschiedlich viel kostet – wie immer bestimmt auch im Tennis das Angebot und die Nachfrage den Preis.

6. Zusammenfassung und Fazit

Wir empfehlen wirklich allen einmal im Leben auf einen Tennisplatz zu gehen und Schläge über das Netz zu spielen. Tennis ist eine facettenreiche Sportart, die in Deutschland weit über eine Millionen Spieler ins Herz geschlossen haben.

 

Du wirst es nicht bereuen und hoffentlich die Vorzüge unserer Lieblingssportart schnell kennen und lieben lernen. Wir wünschen viel Erfolg, aber vor allem viel Spaß auf und neben dem Tennisplatz.

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