Wie läuft ein Tennis Meden­spiel ab?

Tennis als Mannschaftssport gegen andere Vereine

Wie läuft ein Tennis Medenspiel ab?

Tennis Medenspiele sind die Saison- bzw. Meisterschaftsspiele, die zwischen Tennisvereinen ausgetragen werden. Es werden jährlich zwei Tennissaisons gespielt: eine findet auf den Ascheplätzen im Sommer und eine auf den Hallenplätzen im Winter statt.

 

Jedes Clubmitglied in einem Tennisverein, welches beim zuständigen Verband in der Meldeliste einer Mannschaft geführt ist, kann bei an den Medenspielen teilnehmen. Medenspiele sind sowohl ein Einzel- als auch ein Mannschaftssport, denn die eigenen Ergebnisse zählen für die eigene Leistungsklasse, aber auch gleichzeitig für das Spieltagsergebnis, welches womöglich für Auf-, Klassenerhalt oder Abstieg entscheidend ist.

 

Nachfolgend erklären wir Tennisanfängern die Grundlagen und Besonderheiten von Medenspielen, damit ihr optimal auf eurer erstes Medenspiel vorbereitet seid – viel Spaß beim Lesen.

1. Was ist ein Tennis Medenspiel?

Ein Tennis Medenspiel ist ein offizielles Saisonspiel zwischen zwei Tennisvereinen. Die Medenspiele sind nach dem ehemaligen Präsidenten des deutschen Tennisbund Carl August von der Meden benannt.

Wenn sich im eigenen Tennisverein genügend Tennisspieler einer Altersklasse zusammenfinden, die am Wettkampf teilnehmen möchten, wird der Sportwart des Tennisclub kontaktiert. In der Regel meldet dieser zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Mannschaft beim Verband an. Dies geschieht ungefähr immer 4-6 Monate vor Beginn der Sommer- oder Wintersaison.

Nach der erfolgten Mannschaftsmeldung muss von der Mannschaft ein ehrenamtlicher Mannschaftsführer bestimmt werden. Die Aufgaben des Tennis Mannschaftsführers könnten u.a. sein:

  • Kommunikation der Spieltermine

  • Abfrage der Verfügbarkeiten der Spieler

  • Einvernehmliche Klärung der Aufstellung je Spieltag

  • Organisation von Bällen und Spielbericht bei Heimspielen, sowie Eingabe des Ergebnisse auf der Verbandswebseite

  • Organisation der Anreise bei Auswärtsspielen und Ausübung des Amt des Oberschiedsrichters (falls keiner vorhanden ist)

  • Spieltags- oder Jahresbericht für die clubeigene Zeitschrift bzw. die eigene Homepage

  • Kommunikation mit dem Sportwart, z.B. der Aufstellungen für die Saison

Natürlich können die oben genannten Aufgaben auch auf mehrere Schultern verteilt werden.

Als erste Amtshandlung muss die Mannschaftsaufstellung abgegeben werden, sodass der Sportwart diese zeitgerecht dem zuständigen Verband melden kann.

Jedes Clubmitglied muss für die Meldung eine eigene Leistungsklasse haben. Diese kann für jedes Clubmitglied ebenfalls beim Verband beantragt werden. Für die Meldung müssen einige Daten beim Verband hinterlegt werden.

Der Verband lost zunächst die Gruppen- und im Anschluss die genaue Spieltagseinteilung aus.

Medenspiele im Sommer

Im Sommer werden in der Regel 4- oder 6-Einzel sowie 2- oder 3-Doppel gespielt. Bei 6-Einzeln und 3-Doppeln ist ein Unentschieden ausgeschlossen.

Medenspiele im Winter

Im Winter werden in der Regel 4-Einzel und 2-Doppel gespielt, sodass das Medenspiel auch Unentschieden enden kann.

Sowohl Einzel- als auch Doppelergebnisse zählen für die LK-Wertung. Damit kann jeder Einzel- oder Doppelsieg helfen die eigene Leistungsklassen weiter zu verbessern – auch, wenn die Mannschaft das Medenspiel insgesamt verlieren sollte.

Jedes Vereinsmitglied kann über den Sportwart unabhängig von der Zugehörigkeit einer Mannschaft auch eine Leistungsklasse beim zuständigen Verband beantragen, um an Leistungsklassenturnieren teilzunehmen.

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2. Wie läuft ein Tennis Medenspiel ab und welche Regeln sind zu beachten?

Bei Tennis Medenspielen gibt es einige Dinge zu beachten. Meistens gibt es sogar von jedem Verband einen eigenen Regelkatalog.

Nachfolgend die wichtigsten Medenspielregeln und Tipps:

  • Ein Medenspiel kann nur stattfinden, wenn für eine Mannschaft mit der Anzahl der anwesenden Spieler mindestens ein Unentschieden erreichen kann bzw. ein Sieg möglich ist

  • Alle Spieler müssen mindestens 15 Minuten vor Spielbeginn auf der Tennisanlage sein, um im Spielbericht eingetragen werden zu können

  • Die aufgestellten Spieler werden in der entsprechend der eigenen Mannschaftsaufstellung aufgestellt. Nummer 1 spielt gegen Nummer 1, 2 gegen 2, etc.

  • Meistens werden zwei Runden Einzel gespielt und es beginnen Positionen 2, 4 und 6. In der 2. Runde spielen Position 1, 3 und 5. Anschließend wird Doppel gespielt

  • Bei der Doppelaufstellung, die erst nach den gespielten Einzeln festgelegt werden muss, wird erneut die eigene Mannschaftsaufstellung zur Hilfe gezogen und jeder Spieler erhält eine Position: sollten Nummer 1 und 2 der aufgestellten Spieler zusammenspielen wollen ergibt die Summe 3 und sie müssen im 1. Doppel, dem vermeintlich stärksten Doppel, antreten

  • Es ist theoretisch auch möglich alle Einzelspieler auszuwechseln und neue Doppelspieler aufzustellen

  • Bei 3 Doppeln ergibt sich die Möglichkeit einer 7-er Aufstellung, wenn 1 und 6, 2 und 5, 3 und 4 zusammenspielen. Meistens darf die Nummer 1 allerdings nicht im 3. Doppel aufgestellt werden

  • Der Auswärtsmannschaftsführer übernimmt in der Regel das Amt des Oberschiedsrichters

  • Bei Unbespielbarkeit der Tennisplätze im Sommer kann sich auf eine Fortführung des Medenspiels in der Halle geeinigt werden. Alternativ muss 3 Stunden gewartet werden – in der Hoffnung, dass die Tennisplätze wieder bespielbar werden. Daher empfehlen wir immer ein Kartenspiel in der Tennistasche dabei zu haben, um längere Pausen durchzustehen

  • Erst danach ist eine Verschiebung des Medenspiels auf einen Ersatztermin, meistens in Abstimmung mit dem zuständigen Verband, möglich

  • Unabhängig ob gespielt wurde oder nicht, muss der heimische Mannschaftsführer entweder das Ergebnis oder den neuen Spieltermin spätestens am 1. Werktag nach dem Spiel online beim zuständigen Verband eingeben

Im Sommer wird im Anschluss ans Medenspiel und der warmen Dusche die Auswärtsmannschaft von der Heimmannschaft zum gemeinsamen Essen auf der vereinseigenen Terrasse eingeladen.

Auch, wenn es in der Tennissaison kein Hin- und Rückspiel gibt, sondern lediglich ein Spiel sollte es für alle Beteiligten fair aufgehen. Denn jede Mannschaft hat ungefähr die gleiche Anzahl an Heim- und Auswärtsmedenspielen.

Im Winter hingegen wird nach dem Medenspiel nicht mehr gemeinsam gegessen.

In allen Landesverbänden wird der offizielle Spielball vorgeschrieben – in den meisten Tennisverbänden ist es der Dunlop Fort Tournament*. Wir empfehlen jedem Tennisanfänger vor dem ersten Medenspiel mindestens einmal mit dem Tennisball* trainiert zu haben.

3. Zusammenfassung und Fazit

Jedes Vereinsmitglied mit einer vorhandenen Leistungsklasse kann vor Saisonbeginn in die Mannschaftsaufstellung aufgenommen werden. Mitglieder ohne Leistungsklasse können diese rechtzeitig über den eigenen Mannschaftsführer bzw. den Sportwart beantragen lassen.

Die einmalig festgelegte Reihenfolge – basierend auf der vorhandenen Leistungsklasse – dient als Grundlage für jede Spieltagsaufstellung. Die gemeinsame An- und Abreise, sowie im Sommer das gemeinsame Mannschaftsessen lässt das Gemeinschaftsgefühl hochleben.

Beim Medenspiel wird neben einem potenziellen Aufstieg, Klassenerhalt oder Abstieg noch um eigene Leistungsklassenpunkte gekämpft.

Viel Erfolg und vor allem viel Spaß beim Spielen eurer ersten Medenspiele.

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